Die Glocken

Der freistehende Glockenturm aus Sichtbeton beherbergt in seinem Innern drei Glocken. Sie wurden dem Geläut der katholischen Kirche Fislisbach angepasst und sind auf die Tonfolge es' – c' – b' gestimmt. Die Glocken haben ein Gewicht von 415, 300 und 165 Kilogramm.

Kleine Glocke
Ton es': «Singet dem Herrn ein neues Lied, sein Lob erschalle.» (Psalm 149,1)

Mittlere Glocke Ton c': «Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen kommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte.» (Matthäus 18,20)

Grosse Glocke Ton b': «Der Herr ist meine Zuversicht.» (Psalm 91,9)

Hergestellt wurden die Glocken in der Glockengiesserei Rüetschi in Aarau; alle Spender, die zur Finanzierung der Glocken beigetragen hatten (nach einem Spendenaufruf kamen insgesamt 36'000 Franken zusammen) durften beim Guss dabei sein. Der Glockenaufzug fand am 14. Dezember 1996 statt. In seiner Festrede sagte Kirchenpflegepräsident Hans-Peter Tschanz: «Wenn wir heute diese Glocken aufziehen (...), dann geht es uns wie Eltern, denen ein Kind geboren wird. Wir freuen uns sehr über dieses Geschenk und fragen uns vielleicht im Stillen, wie es ihm im Leben ergehen wird, was ihm an Gutem und Schönem zuteil wird, aber auch was für Lasten und Leid auf seinem Weg warten. Bei Glocken ist es ähnlich. Sie können Schönes künden: nach einer Woche harter Arbeit läuten sie den Sonntag ein, (...) rufen sie zum Gottesdienst, (..) Sie läuten, wenn Mann und Frau den Ehebund schliessen (..) Sie künden aber auch Schweres: Dass in einer Familie ein lieber Mensch gestorben ist, dass es gilt, Abschied zu nehmen und Schmerz und Leid zu tragen. (...) Eines tun Glocken aber immer, wenn es Kirchenglocken sind: Sie erinnern daran, dass Gott mit uns sein möchte, in der Freude, aber auch im Leid und in der Schuld, in den Stürmen des Lebens.» (zitiert nach Müri, S. 16)

An Heiligabend 1996 erklang das Geläut zum ersten Mal offiziell.