Die Glocken

Von den alten, 1840 verbrannten Glocken ist nichts überliefert. Die neuen Glocken wurden 1844 von Jakob Rüetschi in Aarau gegossen. Zusätzlich erhielt die Kirche von der Ortsbürgergemeinde Aarau eine ältere Glocke aus dem Jahr 1663 geschenkt, so dass das C-Dur-Geläut vierstimmig erklingt. Diese Glocke ist ein historisch sehr bedeutendes Stück, nämlich die wohl einzige noch erhaltene und im Dienst befindliche Glocke zweier Aarauer Giesser des 17. Jahrhunderts. Die Glocke enthält eine zweizeilige Inschrift und einen Akanthusfries, ausserdem fällt sie durch ihre eigenwillige Form mit völlig flacher Haubenplatte auf.

Die vier Glocken wurden von freiwilligen Arbeitsleuten auf eigens angefertigten Traggestellen zur Kirche hinauf transportiert. Das Geläut setzt sich wie folgt zusammen:

Glocke 1 (Ton e´), 1313 kg, 1844 von J. Rüetschi, Aarau

Glocke 2 (Ton g´), 822 kg, 1844 von J. Rüetschi, Aarau

Glocke 3 (Ton c´´), ca. 350 kg, 1663 von Johannes Gysi und Hans Georg Richner, Aarau

Glocke 4 (Ton e´´), 197 kg, 1844 von J. Rüetschi, Aarau

Für den Kirchenneubau 1845 schenkte die Stadt Zofingen die neue Kirchenuhr, die wohl aus dem dortigen Stadtturm beim unteren Tor stammte. Samuel Blum aus Zofingen montierte das wertvolle handgeschmiedete Werk, das noch bis 1929 seinen Dienst versah und heute im Aarburger Heimatmuseum zu besichtigen ist.