Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Kirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Mit geschmückten Pferdewagen wurden am 30. November 1964 die fünf neuen Glocken zum Kirchenneubau gebracht und nach einem Festgottesdienst von der Schuljugend in den Turm aufgezogen. Am Weihnachtstag erklang das Geläut dann zum ersten Mal.

Die Glocken

Bereits beim Baubeschluss für das neue Gotteshaus wurde die Idee verworfen, das alte Geläut der Kirche von 1854 zu übernehmen. Die bisherigen «dünnen Glöcklein», wie diese in der Baubeschreibung von 1964 bezeichnet wurden, genügten den Anforderungen nicht mehr. Der wegen fehlender Finanzmittel nur äusserst knapp zustande gekommene Neubau liess der Kirchgemeinde kaum Spielraum. So sollten zwei der bisherigen Glocken übernommen und drei neue bei der Firma Rüetschi in Aarau gegossen werden.

Die drei Glocken der alten Kirche. Sie stehen heute als Erinnerung an das ehemalige Gotteshaus vor der modernen Kirche.

Für die drei neu zu giessenden Glocken fanden sich private Stifter. Die beiden grösseren der alten Glocken des bisherigen Geläuts hätten nach dem Plan der Baukommission ein komplettes fünfstimmiges Glockenensemble ergeben.

Doch dann ereignete sich in der alten Glockenstube ein Zwischenfall, der dies wieder in Frage stellte. Beim Läuten löste sich ein Klöppel und beschädigte die grösste Glocke so schwer, dass eine Reparatur nicht mehr in Frage kam.

Schweren Herzens mussten sich die Verantwortlichen für einen Neuguss aller fünf Glocken entscheiden. Auch hier fanden sich schliesslich grosszügige Kirchgemeindemitglieder die helfend einsprangen und die beiden noch nicht finanzierten kleinen Glocken stifteten.

Das Geläut der Murgenthaler Kirche besteht heute aus fünf Glocken. Sie wurden allesamt 1964 anlässlich des Kirchenneubaus neu gegossen und tragen einen Namen:

1. Die grösste Glocke – «Ewigkeitsglocke» – ist auf den Ton cis gestimmt und weist ein Gewicht von 1'730 kg auf.
Sie trägt die Inschrift «Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen».

2. Die zweite Glocke trägt den Namen «Osterglocke». Sie ist auf den Ton e gestimmt und weist ein Gewicht von 1'100 kg auf.
Sie trägt die Inschrift «Christ ist erstanden».

3. Die dritte Glocke heisst «Glaubensglocke». Sie ist auf den Ton fis gestimmt und weist ein Gewicht von 770 kg auf.
Sie trägt die Inschrift «Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren».

4. Die vierte Glocke wird «Pfingstglocke» genannt. Sie auf den Ton gis gestimmt und weist ein Gewicht von 520 kg auf.
Sie trägt die Inschrift «In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden».

5. Die fünfte und letzte Glocke – die «Weihnachtsglocke» – ist auf den Ton h gestimmt und weist ein Gewicht von 330 kg auf.
Sie trägt die Inschrift «Euch ist heute der Heiland geboren».

Glocken waren und sind ein wichtiges Element des kirchlichen Lebens einer Gemeinde. Sie strukturierten den Tages- und Wochenablauf etwa mit dem Einläuten des Sonntags oder eines kirchlichen Feiertags, dem Mittags- und Vesperläuten, dem Ausläuten von Gottesdiensten, Trauungen und Beerdigungen, nicht zu vergessen die Alarmierung bei Feuersbrünsten usf.




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