Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Kölliken
Ansicht des Kirchenraums vom Eingangsbereich her in Richtung Chor.

Das Innere

Das Innere der Kirche Kölliken entspricht seit dem Anbau des Seitenschiffs und der Erweiterung der Empore im Jahr 1920 den heutigen Ausmassen. Ganz wesentlich zur Raumwirkung tragen nicht nur der Grundriss mit dem nördlich erweiterten Hauptschiff bei, sondern auch die dunklen Holzdecken in Chor und Schiff und das farbige Band der sechs Glasgemälde sowie der Kontrast zwischen weisser Wandbemalung und den grauen Sandsteinbögen. Der dreistufig erhöhte Chor mit seinem eingezogenen, gotischen Chorbogen und dem zurückversetzten Taufstein wird auch ohne Chorschranke als gesonderter Raum empfunden. So wie in vorreformatorischer Zeit der Hauptaltar im Chor die heiligste Stelle im Kirchenraum definierte, wird die besondere Bedeutung durch den Taufstein symbolisiert. In der reformierten Kirche stellt die Taufe neben dem Abendmahl das zentrale Sakrament dar, durch welches das Individuum zum «Christenmenschen» wird.

Ansicht des Kirchenraums vor 1920 mit der Kanzel vor dem linken Chorbogen.

Ansicht des Kirchenraums vom Chor her in Richtung Empore und Eingangsbereich.

Die Kanzel wurde mehrfach ersetzt (1617, 1867, 1979). Im Jahr 1920 erfolgte die Versetzung vom nördlichen zum südlichen Chorbogen. Anlässlich der letzten Renovation 1979 entschied sich die Baukommission, die Kanzel von 1867 zu ersetzen. Die Wahl fiel auf eine Kopie der Kanzel in der Kirche von Illnau/ZH aus dem Jahr 1551.

Die Kanzel von 1979 – Kopie einer Kanzel aus dem 16. Jahrhundert.

Der Taufstein der Kölliker Kirche stammt aus dem Jahr 1867. Er ersetzte einen älteren Stein aus unbekannter Zeit und war aus Solothurner Marmor gefertigt.

Taufstein mit Wasserkanne

Eine erste Orgel erhielt Kirche Kölliken im Jahr 1835. Sie wurde vom Orgelbauer Joseph Willimann von Rickenbach/LU gebaut. Das neue Instrument kostete damals knapp 1'900 Franken,was immerhin dem Gegenwert eines ganz passablen Wohnhauses entsprach . Das Instrument musste in wechselnden Abständen renoviert und repariert werden, so 1868, 1909, 1920, 1949, 1979 und 1983. Grössere Veränderungen der Orgel wurden 1909 (Erweiterung) und 1920 (Erweiterung um zwei Register) vorgenommen. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang der Diebstahl von rund 100 Orgelpfeifen (bemerkt 1919, geschehen wahrscheinlich gegen Ende des Ersten Weltkrieges). In den 1990er-Jahren kam es zudem zu einer mutwilligen Zerstörung von Orgelpfeifen.

Detail der Orgel in der Kirche Kölliken





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