Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Der Eingangsbereich und Hof der Kirche Hunzenschwil mit rechteckig angebautem Kirchgemeindehaus

Das Äussere

Die Architektur der Hunzenschwiler Kirche stammt von den Aarauer Architekten Zschokke & Riklin, die auch die Kirche in Bergdietikon entworfen hatten. Der Weg zur Kirche führt unter dem freistehenden Glockenturm hindurch. Turm, Kirche und das an die Kirche angebaute eingeschossige Kirchgemeindehaus gruppieren sich um einen rechteckigen Hof, in dem sich ein kleiner Brunnen befindet.


Der kleine Brunnen im Hof

Zwei symmetrische Holzportale führen in die Kirche, eine dritte Tür führt in den Durchgangsbereich zwischen Kirche und Kirchgemeindesaal. Die massiven Holzportale befinden sich unter einem breiten Vordach. Sie sind verziert mit Schnitzereien des Bildhauers Robert Schumacher (1908-1982); von ihm stammen auch die Schnitzereien an der Holzkanzel in der Kirche Suhr. Die Schnitzereien an den Portalen der Kirche Hunzenschwil zeigen Fische und Schafe und verweisen dadurch auf Jesus als Menschenfischer und als guter Hirte.



Der Glockenturm aus weissem Sichtbeton


Der Glockenturm aus weiss gestrichenem Sichtbeton hat einen viereckigen Grundriss, der sich gegen oben verjüngt. Der Glockenstuhl ist offen, sodass die fünf Glocken sichtbar sind. Das Dach steigt an einer Seite steil an und trägt einen grossen Wetterhahn. Zwei grosse Zifferblätter befinden sich an zwei Seiten des Turms. Eine Treppe führt hinauf zu den Glocken.


Eines der Zifferblätter

Ursprünglich war der obere Teil des Turms offen. 2014 wurde der Turm renoviert, dabei wurde auch der Glockenstuhl verglast. Dadurch sind die Glocken weiterhin sichtbar, der Schall wurde aber deutlich reduziert. Beim Durchgang unter dem Turm befindet sich auf Augenhöhe ein Relief von Robert Schumacher. Dargestellt sind eine Taube unter einem Regenbogen und eine Ähre.

Das Relief von Robert Schumacher mit den biblischen Motiven Taube, Regenbogen und einer Ähre

Das Kirchgemeindehaus ist rechtwinklig an die Kirche angebaut. Beide Langseiten sind mit grossen Fensterfronten versehen. Auf der rückwärtigen Gartenseite ist das Untergeschoss sichtbar; es weist ebenfalls eine grosse Fensterfront auf. Das dreiteilige Dach steigt von der hinteren Gartenseite her steil an, fällt dann beinahe senkrecht ab und geht zum Hof hin in ein nahezu flaches Dach über.

Als architektonisches Vorbild der Kirche Hunzenschwil gilt übrigens die evangelische Kirche in Marbach SG. Dieser Bau wurde Mitte der 1950er Jahre von St. Galler Architekturbüro Steiger & Trüdinger realisiert.

Das Pfarrhaus befindet sich direkt hinter der Kirche und ist einige Jahre jünger als die Kirche. Unweit der Kirche befindet sich der Friedhof. Die Kirche wird von Reformierten und Katholiken für Abdankungen genutzt.




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