Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Fislisbach
Der schlichte Innenraum

Das Innere

Wie aussen präsentiert sich die reformierte Kirche Fislisbach auch in ihrem Inneren betont schlicht. Der Zugang wird im Inneren fortgesetzt, indem ein schmaler, von oben beleuchteter Bereich durch vier schlanke Säulen – sie symbolisieren die vier Evangelisten – vom Sakralraum «abgetrennt» wird. Der Kirchenraum erinnert so an das Konzept einer traditionellen Wegkirche, bei der die Gläubigen vom Eingang bis zum Altar den Gottesdienstraum durchschreiten; dieser Weg symbolisiert den Weg zu Gott.

Über diesem seitlichen Säulengang befindet sich ein Oberlicht. Die Wände bestehen in diesem Bereich aus hellen Backsteinen, die übrigen Wände sind hingegen hell verputzt. Der Boden der Kirche besteht aus grauem Basalt. Tief in die gegenüberliegende Längswand sind auf Augenhöhe zwölf kleine quadratische Fenster mit einfarbigen Buntglasscheiben eingelassen. Sie sollen an die zwölf Apostel erinnern.

Ausschnitt der Längswand mit vier der zwölf farbigen Fenster

An der schmalen Eingangsseite befindet sich eine Empore, unter der die Sakristei eingebaut wurde.

Die Empore

Der Chorraum ist leicht erhöht, das Licht fällt seitlich durch ein grosses Fenster auf Abendmahlstisch und Ambo, was deren Bedeutung betont. Die hellblaue Fläche an der Chorwand hat die Form eines Kreuzes. Abendmahlstisch und Ambo sind aus hellem Ahornholz gefertigt. «Die formale Gestaltung nimmt das winkelförmige architektonische Grundelement auf. Im 3 m langen Abendmahlstisch erscheint diese Form in der Waagrechten, im Ambo in der Senkrechten.» (Broschüre: Reformiertes Gemeindezentrum Fislisbach, S. 13)

Der Abendmahltisch aus durchbrochenem Holz

Während der Ambo aus einem geschlossenen Rechteck besteht, ist die Holzfläche des Abendmahlstischs mehrfach durchbrochen und wirkt dadurch leicht und transparent. «Für die Gestaltung wurde eine Kreuzform in vielfacher Weise netzartig übereinander aufgezeichnet und bildet dadurch die spezielle Struktur der durchbrochenen Holzfläche. Das Kreuz wird nicht als ornamentales Element behandelt, sondern es ist gleichsam innewohnender Gedanke und Ursprung der äusseren Form.» (Broschüre, S. 13).

Die Taufschale ist in den Abendmahlstisch integriert. Ihre glänzende Innenseite reflektiert das Licht. Seitlich davon befindet sich ein Kerzenhalter für fünf Kerzen aus schwarzem Basaltstein.

Der schlichte Kerzenhalter aus schwarzem Basaltstein

Die künstlerische Gestaltung des Sakralraums stammt von Ruth Maria Obrist (Rütihof) und Godi Hirschi (Root). Die Innenausstattung entspricht mit ihrer zurückhaltenden Farb- und Formgebung dem schlichten Gesamteindruck der Anlage.




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